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"Uns Miteinander Stärken": Mütterworkshop

Zugewanderte Frauen aus dem arabischsprachigen Raum​ kommen zu ​Fragen ihres Alltags​ ins Gespräch
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Foto: Stadt Jena

Darum geht es

Der Workshop des Projektes »Uns Miteinander Stärken« ist ein Angebot, das auf Initiative der Stadt Jena, vertreten durch Frau Vera Omar und Frau Stephanie Sölle, ins Leben gerufen wurde. Er wird seit 2017 in Kooperation zwischen dem Fachdienst für Jugend und Bildung der Stadt Jena und der Arbeitsstelle für Kultur- und Religionssensible Bildung durchgeführt und richtet sich an zugewanderte Frauen aus dem arabischsprachigen Raum​, deren Kinder Kindertageseinrichtungen oder Schulen in Jena-Lobeda besuchen. Die Arbeitsstelle ist an der Durchführung der Workshops beteiligt und führt die wissenschaftliche Begleitforschung des Workshop-Angebots durch.

Der Workshops versteht sich als eine kultur-und religionssensible Elternbildung speziell für zugewanderte Frauen. Dabei kommen die Teilnehmerinnen sowohl untereinander als auch mit deutschen Muttersprachler*innen zu verschiedenen Fragen des Eltern-Seins ins Gespräch.

Die Inhalte orientieren sich an Fragen des erzieherischen Alltags und der Teilhabe von Eltern an den Bildungseinrichtungen ihrer Kinder. Durch partizipative Methoden und gemeinsamen Austausch stärken die Teilnehmerinnen ihre Elternkompetenzen und fühlen sich ermutigt, erfolgreich mit den Anforderungen der elterlichen Begleitung der formaleren Bildungsprozesse ihrer Kinder umzugehen.

An wen richtet sich der Workshop? Eintrag erweitern

Der Workshop richtet sich an zugewanderte Frauen aus dem arabischsprachigen Raum​, deren Kinder Kindertageseinrichtungen und/oder Schulen in Jena-Lobeda besuchen.

Wann findet der Workshop statt? Eintrag erweitern
  • 12.10.22 | 14:15 -15:45 Uhr
  • 02.11.22 | 14:15 -15:45 Uhr
  • 16.11.22 | 14:15 -15:45 Uhr 
  • 30.11.22 | 14:15 -15:45 Uhr
  • 14.12.22 | 14:15 -15:45 Uhr
  • 04.01.23 | 14:15 -15:45 Uhr
  • 18.01.23 | 14:15 -15:45 Uhr
  • 25.01.23 | 14:15 -15:45 Uhr
  • 08.02.23 | 14:15 -15:45 Uhr
  • 22.02.23 | 14:15 -15:45 Uhr
  • 08.03.23 | 14:15 -15:45 Uhr
Was sind die Themen im Workshop? Eintrag erweitern

Die Inhalte des Workshops orientieren sich an den Fragen der Teilnehmenden, am erzieherischen Alltags und vermitteln Teilhabemöglichkeiten von Eltern an den Bildungseinrichtungen ihrer Kinder. Durch partizipative Methoden und gemeinsamen Austausch stärken die Teilnehmerinnen ihre Elternkompetenzen und fühlen sich ermutigt, erfolgreich mit den Anforderungen der elterlichen Begleitung der formaleren Bildungsprozesse ihrer Kinder umzugehen.

Mütterworkshop 2022/2023

  • Mütterworkshop 2022/2023 mit dem Begleitseminar 
    12.10.2022 - 08.03.2023 | alle zwei Wochen mittwochs 14:15 -15:45 Uhr | Saaletalschule Jena-Lobeda, Karl-Marx-Allee 11 |
    Kontakt unter fahed.al-janabi@uni-jena.de | zum Flyer [pdf, 1 mb] 
    Organisatoren: Fahed Al-Janabi | Sinha Kirchhoff | Katharina Klemm | Vera Omar | Stephanie Sölle 

 

Die bisherigen Mütterworkshops

  • Mütterworkschop 2021/2022 | 15.09.2021 -23.02.2022
    14-täglich | Saaletalschule Jena
  • Mütterworkschop 2019/2020 | 21.10.2019 -01.02.2020
    14-täglich | Saaletalschule Jena
  • Mütterworkshop 2018/2019 | 29.10.2018 – 08.04.2019
    14-täglich | Saaletalschule Jena

Abschluss des Mütterworkshops 2021/2022

Der im September 2021 begonnene Mütterworkshop wurde erfolgreich abgeschlossen. Der Mütterworkshop wird durch die Zusammenarbeit der Arbeitsstelle für Kultur- und Religionssensible Bildung mit dem Dezernat Familie, Bildung und Soziales der Stadt Jena veranstaltet. Er hat zum Ziel, arabisch-stämmige Mütter in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken.

Überreichung der Kurszertifikate an die Teilnehmenden des Mütterworkshops 2021/22 Überreichung der Kurszertifikate an die Teilnehmenden des Mütterworkshops 2021/22 Foto: Stephanie Sölle

Der Mütterworkshop bei JenaTV

Im Februar berichtete JenaTV über den Mütterworkshop in einem eigenen Videobeitrag. Der Beitrag berichtet über die gemeinsame Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsstelle des FZRB und dem Dezernat Familie, Bildung und Soziales der Stadt Jena. Neben den Angebotszielen, arabisch-stämmige Mütter in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, wurde das Konzept und die Zusammenarbeit einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Einen Link zu dem vollständigen Beitrag auf der Internetseite von JenaTV finden Sie hier

Video: JenaTV

Wissenschaftliche Begleitforschung des Projekts »Uns Miteinander Stärken«

Es schreibt jemand mit der Hand einen Text. Es schreibt jemand mit der Hand einen Text. Foto: Pixabay, CC0

Seit Mai 2020 hat das Projekt eine ausgewiesene wissenschaftliche Begleitforschung. Aufgabe der Begleitforschung ist es, den »Wirkungskreislauf« des Projekts wissenschaftlich zu erforschen, mitzugestalten und zu evaluieren. Zu den Kernaufgaben der wissenschaftlichen Begleitforschung gehören somit…

  • eine empirische Analyse der Bedarfe und Lebenslagen der Zielgruppe, auf die das Projekt reagieren möchte
  • eine bedarfsorientierte Formulierung der Projektziele sowie die Auswahl und Aufbereitung entsprechender Inhalte für den Workshop
  • die Evaluation des Workshops mit dem Ziel einer Wirksamkeitsprüfung sowie Optimierung
  • das Formulieren von Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Projekts
  • und die Kommunikation der Evaluationsergebnisse an Stakeholder.

Evaluationsbericht zum Projekt "Uns Miteinander Stärken" (UMS) ​2021/2022

Evaluationsbericht zum Projekt UMS 2021/2022 Evaluationsbericht zum Projekt UMS 2021/2022 Foto: Fahed Al-Janabi

Neu erscheint der Evaluationsbericht des vom TMMJV geförderten Projekts 'Uns gemeinsam stärken' (UMS) mit arabischsprachigen Frauen in Jena Lobeda. Dieser von Fahed Al-Janabi verfasste Bericht gibt wesentliche Hinweise auf die didaktisch-methodischen Fortsetzung der pädagogischen Arbeit mit zugewanderten Müttern.

Einen Link zum Evaluationsbericht  hier [pdf, 3 mb]

Neue Veröffentlichung: Familienreligiosität im Bildungshandeln

Sammelband: Familienreligiosität im Bildungshandeln Sammelband: Familienreligiosität im Bildungshandeln Foto: Waxmann

Fahed Al-Janabi hat die Ergebnisse der Begleitforschung des Mütterworkshops bei einer Tagung des Comenius-Instituts im März 2022 vorgestellt und diese in einem Artikel im Sammelband Familienreligiosität im Bildungshandeln publiziert. Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer quantitativen Studie vor, die im Rahmen einer Bedarfsanalyse durchgeführt wurde und präsentiert ausgewählte Ergebnisse zu den Themen Wohlbefinden, Erziehungsvorstellungen und -praxen, religiöse Erziehung sowie den damit verbundenen Herausforderungen. Die im Beitrag vorgestellte Studie zielt darauf ab, die Unterstützungs- und Bildungsbedarfe der Zielgruppe zu ermitteln und in Hinblick auf eine Entwicklung von Elternbildungsprogrammen für zugewanderte Eltern zu diskutieren.

Einen Link zu der Publikation finden Sie hier.

Tagungsdokumentation „Familienbildung und Familienreligiosität“ am 31. März 2022

Bei der Tagung Familienbildung und Familienreligiosität, die von dem Comenius Institut in Münster organisiert und durchgeführt wurde, stellte Fahed Al-Janabi die Ergebnisse einer Begleitstudie des Mütterworkshops vor.  Das Thema seines Vortrags behandelte die Bedarfsanalyse für eine Familienbildung mit zugewanderten Eltern. Die Tagung beinhaltete die Heterogenität familiärer Religiosität. Vortragende in diesem Kontext waren neben Dr. Andreas Meyert, Prof. Friedrich Schweitzer auch Prof. Gert Pickel. Einen ausführlichen Tagungsrückblick hat das Comenius Institut auf seiner Internetseite veröffentlicht. Die Präsentation, die von Al-Janabi vorgestellt wurde, finden Sie hier [pdf, 3 mb].

»Bildungspartnerschaft Stärken«

Mutter und Kind am Laptop Mutter und Kind am Laptop Bild: Pixabay, CC0

Am 01.09.2021 bot das Projekt »Uns Miteinander Stärken« in Kooperation mit dem »Weltraum e.V.« die Veranstaltung »Bildungspartnerschaft Stärken« für arabischsprachige Eltern an, deren Kinder eingeschult werden.

Die Teilnehmenden erhielten eine Einführung in das deutsche Schulsystem und lernten Partizipation- und Kommunikationsmöglichkeiten der hiesigen Schulen kennen. Ziel war es,  Eltern eine Begleitung der formalen Bildungsprozesse ihrer Kinder zu ermöglichen und auf eine gute Bildungspartnerschaft zwischen zugewanderten Eltern und Bildungseinrichtungen hinzuwirken.

Begleitseminar zum Workshop

Gruppendiskussion Gruppendiskussion Foto: Pixabey, CC0

Der Workshop wird von einem Seminar für Lehramtsstudierende begleitet.

Für angehende Lehrkräfte wird die Beratung von Eltern über die schulische Leistung ihrer Kinder, deren soziales Verhalten in der Schule oder über Fragen der häuslichen Erziehung usw. zu den Kernaufgaben gehören. Besonders herausfordernd ist das Gespräch mit zugewanderten Eltern, da sie die deutsche Sprache häufig nicht gut beherrschen, mit einem für sie neuen Bildungssystem konfrontiert sind und sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder an der Schule und in der Gesellschaft machen.

Mit der Teilnahme am Workshop sammeln die Studierenden erste praxisnahe Erfragungen zu dieser Thematik. In der Rolle von Gesprächspartner*innen für die teilnehmenden Mütter können sie spezifische Situationen zugewanderter Eltern und ihrer Kinder aus erster Hand kennen lernen und erproben zugleich eine zugewandte und sichere Gesprächsführung. Die Teilnahme am Workshop findet im 14-tägigen Wechsel zum Seminar »Kultur- und religionssensible Elternarbeit« statt, in dem Inhalte des Workshops theoretisch fundiert und vertieft sowie Erfahrungen reflektiert werden.

Anmeldung & Kontakt

Arbeitsstelle für Kultur- und Religionssensible Bildung (KuRs.B)
Fahed Al-Janabi
Wissenschaftliche Projektleitung
Raum 306
Fürstengraben 6
07743 Jena